Wasabi ist in Japan und in Europa äußerst beliebt
Eines der bekanntesten und teuersten japanischen Gewürze ist der hellgrüne
Wasabi. Wasabi, der auch grüner Meerrettich, Wassermeerrettich oder, in
Anlehnung an die weitere Bedeutung der für ihn gebräuchlichen japanischen
Zeichen, Bergstockrose genannt wird, kommt als Wildgewächs nur in Japan
und auf der Halbinsel Sachalin vor. Er bevorzugt sumpfigen Untergrund am Rande
von Fließgewässern zum Gedeihen. Von der Pflanze wird ausschließlich
die Wurzel für die Verarbeitung als Frischware, als getrocknetes Pulver
oder als mit Wasser angerührte Paste verwertet. Zwar wird Wasabi mittlerweile
auch in Zuchtplantagen angebaut, als Wildgewächs hat er aber ein intensiveres
und kräftigeres Aroma.
Dementsprechend hoch sind die Preise für eine wild gewachsene Wurzel der Gewürzpflanze. Echter Wasabi ist deutlich schärfer als der uns bekannte Meerrettich und wird darum nur sehr sparsam verwendet. Die aus getrocknetem grünem Wurzelpulver mit Wasser hergestellte Paste enthält ähnlich wie unser Senf stark flüchtige Senföle, die für die Schärfe verantwortlich sind. Sie brennt darum auch erst im Rachen und in der Nase.
Wasabi wird für eine Vielzahl von Gerichten in Japan als Gewürz verwendet. Allen voran wird die Paste als Beigabe zu Sushi gereicht. In frischer Form wird die geraspelte Wurzel gerne Fisch- und Nudelgerichten beigemengt. Wasabi darf einem Gericht erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden, da sich die Schärfe binnen kurzer Zeit durch Oxidation mit der Luft verflüchtigt. Aufbewahren sollte man das wertvolle Würzmittel in Pasten- oder Pulverform darum nur gut gekühlt in luftdicht verschließbaren Behältnissen. So kann man sicher gehen, dass die Schärfe des Gewürzes auch über einen längeren Zeitraum anhält.
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