Vanille, Gewürze, Gewürz

Vanille ist ein köstliches Gewürz für Süßspeisen

vollff - Fotolia.com

vollff – Fotolia.com

Vanille ist ein Gewürz und wird aus fermentierten Kapseln der Vanilla gewonnen. Vanille wird in Stangenform als Königin der Gewürze bezeichnet und ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt.

Die Gattung der Vanilla umfasst 110 Arten, von denen allerdings nur 15 aromatische Kapseln liefern. Diese werden für gewöhnlich als Vanilleschoten bezeichnet. Die wichtigste Art für die Herstellung von Vanille ist die Gewürzvanille, welche aus Mexiko und Mittelamerika stammt. Heute wird sie auf Madagaskar und Reunion, aber auch auf anderen Inseln im Indischen Ozean angebaut. Gewürzvanille ist vor allem unter den Namen Bourbon-Vanille und mexikanische Vanille bekannt.

Neben der Gewürzvanille gibt es nur noch zwei Vanillearten, die kommerziell bekannt sind – Tahiti- Vanille und Guadeloupe- Vanille. Der Anbauort der Tahiti- Vanille ist der südpazifische Raum. Obwohl sie eine nahe Verwandte der Gewürzvanille ist, unterscheidet sie sich im Aroma von ihr. Sie enthält weniger Vanillin, dafür aber mehr aromatische Stoffe. Diese verleihen den Schoten ein blumiges Aroma. Die Guadeloupe- Vanille wird heute auf den Westindischen Inseln angebaut, stammt jedoch eigentlich aus Mittel- und Südamerika. Ihr Aroma ähnelt der Tahiti- Vanille. Daher werden beide Vanillesorten in der Parfümindustrie verwendet.

Der Vanille wird nachgesagt, dass sie beruhigend auf die Nerven wirkt und Abgeschlagenheit bekämpft. Es gibt Berichte aus dem 16. Jahrhundert, die besagen, dass die Indianer Vanille gezielt zur Stärkung ihrer Gehirne einsetzen würden. Vanille soll allgemein kräftigend wirken und außerdem die Liebeslust steigern. Vanillin ist chemisch verwandt mit Pheromonen, jedoch ist die Wirkung nicht medizinisch belegt. Es steht lediglich fest, dass Vanille ein begehrtes Gewürz ist.

Vanilleproduzierende Pflanzen werden in Plantagen angebaut. Die Schoten werden dabei gelbgrün geerntet. Die frischen Früchte haben weder das Aroma noch den Geschmack des fertigen Gewürz. Um Vanille zu gewinnen, muss man die Schoten erst der Schwarzbräunung unterziehen. Dafür müssen die Früchte zunächst mit Heißwasser oder mit Wasserdampf behandelt und abschließend fermentiert werden.

Wenn man Vanilleschoten verwendet, sollte man zunächst die Samenkörner herauskratzen. Das richtige Aroma liegt nämlich in der eigentlichen Schote. Daher empfiehlt es sich, die Schoten in Flüssigkeit mit zu kochen. So kann man beispielsweise Vanillesoße recht gut herstellen. Die getrockneten und abgewaschenen Schoten können als Gewürz mehrfach verwendet werden. Wenn man Zucker aromatisieren möchte, genügt es in der Regel, die Schoten in den Zucker zu stecken. Das Glas sollte allerdings zwecks der Vermengung des Aromas mit dem Zucker mehrfach geschüttelt werden. Vanille dient der Aromatisierung von Schokolade, Kakao, Puddings und Creme, Backwerk, Fruchtdesserts und auch Eiscreme.