Muskat, Gewürze, Gewürz

Muskat ist ein sehr aromatisches Gewürz

scis65 - Fotolia.com

scis65 – Fotolia.com

Ursprünglich waren die Muskatnussbäume auf den Banda-Inseln und den nördlichen Molukken beheimatet. Zwischenzeitlich werden sie aber auch in Afrika, Südamerika und Asien kultiviert. Muskat oder auch die Muskatnuss, ist der Samenkern und wird sowohl als Gewürz als auch als Droge gebraucht. Der Samenmantel wird auch als Muskatblüte bezeichnet. Die Vermehrung des Muskatnussbaumes erfolgt über den Samen. Dabei sind die Nüsse nur 8 bis 10 Tage keimfähig. Sie dürfen beim Schütteln nicht klappern.

Die Samen werden bei der Aufzucht so in den Boden eingebracht, dass noch ein Teil der Nuss zu sehen ist. Die Keimdauer beträgt etwa vier bis acht Wochen. Der Baum trägt erst mit 8 Jahren Früchte. Nach 15 Jahren erzielt man den besten Ertrag. Die Muskatnuss wird hauptsächlich als Gewürz und Rauschmittel genutzt. Die Volksmedizin schätzt Muskat als Aphrodisiakum und Hypnotikum.

In der Küche wird Muskat hauptsächlich frisch gerieben verwendet. Das Aroma dieses Gewürzes ist leicht flüchtig. Es findet Anwendung in Suppen, Kartoffelgerichten, Eintöpfen, Feingebäck, Fischgerichten, Frikadellen und Schweinebraten. Allerdings passt es auch gut zu Blumenkohl, Rotkohl, Kohlrabi und Pastinaken. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange und wird zu Gelee oder Sirup eingekocht. Dies passt gut zu Pfannkuchen oder wird zu Cocktails verarbeitet.

In der Lebensmittelindustrie spielt Muskatnussöl eine große Rolle. Das Aroma im Öl lässt sich besser dosieren. Dazu dient es als Geschmacksmittel in Süßigkeiten, Getränken, Backwaren und Sirupen. Außerdem ist es Bestandteil der so genannten Muskatnusswürzer. Die Medizin nutzt Muskat hauptsächlich bei Erkrankungen des Verdauungssystems. Im Bereich der Homöopathie findet dieses Gewürz ebenfalls Anwendung bei Gastritis, Magenverstimmungen und Wahrnehmungsstörungen.