Majoran, Gewürze, Gewürz

Majoran ist ein sehr hervorstechendes Gewürz

scis65 - Fotolia.com

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Die Wildform des Majorans stammt aus Kleinasien und gehört zur Familie der Lippenblütler. Aufgrund seiner Beliebtheit wird das Gewürz allerdings längst auch in Mittel- und Osteuropa angebaut. Um eine gute Qualität zu erreichen, ist es jedoch notwendig, ein ziemlich warmes und mediterranes Klima anzutreffen. Wegen seines Verwendungszwecks wird Majoran auch Wurstkraut genannt.

Dieses Küchenkraut ist sehr gesund, weil es reich an ätherischen Ölen ist. Es wird frisch oder getrocknet verwendet. Das Kraut wird ganz geerntet. Daher kann man dabei sowohl Blätter als auch Knospen, Blüten und Stängel finden. Im Allgemeinen erfolgt die Ernte vor der Blüte, weshalb der Majoran von Juni bis September gepflückt wird.

Majoran ist ein recht anspruchsvolles Gewürz. Daher sollte der Standort im Idealfall sonnig sein. Es gibt Majoransorten, die in Deutschland gezüchtet werden. Diese sind sehr aromatisch, allerdings nur einjährig. Auch hier gibt es winterharte, folglich mehrjährige Pflanzen, die dann aber weniger aromatisch sind. Das Hauptanbaugebiet für Majoran in Deutschland befindet sich rund um Aschersleben in Sachsen-Anhalt.

Dem Majoran wird nachgesagt, dass ihn Aphrodite als Symbol der Glückseligkeit bezeichnete. Daher war es in Griechenland lange Zeit Brauch, dass man frisch verheirateten Paaren Girlanden aus Majoran um den Hals legte. Man nimmt außerdem an, dass das Gewürz Ysop, das bereits in der Bibel erwähnt wurde, fälschlich übersetzt wurde und eigentlich Majoran heißen müsste. Der Essigschwamm für Jesus wurde also demnach auf einem Majoranstängel gereicht. Natürlich sind dies nur Spekulationen, die sich nicht beweisen lassen.

Majoran wird als Gewürz hauptsächlich in Kartoffelgerichten, Suppen (Kartoffelsuppe), Soßen, Würsten und zum Würzen von Hülsenfrüchten verwendet. Allerdings findet Majoran auch in der Medizin Verwendung. Dort hilft er als Salbe gegen Blähungen und Schnupfen bei Säuglingen. Er hilft allerdings auch bei Nerven- und Gelenkschmerzen, jedoch auch bei Wunden und Verrenkungen. Zudem wird er aber auch gegen Erkältungen angewendet und hilft als Bestandteil in Tee den Stillenden bei der Milchbildung.