Gewürze und ihre Geschichte

Gewürze haben eine sehr bewegte Geschichte und waren lange ein Statussymbol.

Schon in der Jungsteinzeit haben die Menschen ihre Speisen mit Gewürzpflanzen geschmacklich verfeinert. Gewürze begleiten die Menschheit also schon fast seit dem beginn ihrer Existenz. In Asien geht die nachweisbare Verwendung von Gewürzen auf über 5000 Jahre zurück. Auch die alten Ägypter verwendeten Gewürze und Kräuter für bestimmte Gerichte und auch zum Einbalsamieren.

Über Jahrhunderte wurden Gewürze mit Kamelkarawanen über die bekannte Seidenstraße von China nach Europa transportiert. Da die Gewürzpflanze vorwiegend in den tropischen Ländern wachsen, war es damals schon notwendig, die würzigen Speisezutaten vom Ort des Wachstums zum Ort des Verbrauchs zu bringen. Der Pfeffer wurde durch die Ausbreitung der Römer nach Norden auch in unseren Regionen bekannt und war lange Zeit ein Tauschmittel mit sehr hohem Wert. Die Römer brachten den Pfeffer von Indien nach Europa.

Da dies meist über teure Landwege geschah, war der Preis dementsprechend hoch. Nur wirklich wohlhabende Menschen konnten sich Gewürze leisten und ihre Speisen schmackhaft gestalten. Die Preisen wurden erst günstiger als im 15. Jahrhundert sie sogenannte Gewürzroute ins Leben gerufen wurde, die durch die Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama im Jahre 1498 entstand.

Auf einmal wurden die Gewürze erschwinglicher und durch die fortschreitende Entwicklung bis hin zur Industrialisierung fand zum Beispiel der Pfeffer langsam eine ganz selbstverständliche Verwendung in unsrer einheimischen Küche. Heutzutage sind viele Gewürze aus unserer Küche überhaupt nicht mehr wegzudenken. Man sollte jedoch immer bedenken, welch lange Geschichte schon hinter diesen Wundermitteln steckt.