Bohnenkraut, Gewürze, Gewürz

Bohnenkraut ist ein schmackhaftes Gewürz

Christian Jung - Fotolia.com

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Bohnenkraut ist einjährig, buschig und wächst stark verzweigt. Mann kann dabei bis zu dreißig Zentimeter hohe und im unteren Bereich verholzte Stile erkennen. Die Blätter dieses Gewürzes sind schmal, länglich, dunkelgrün und leicht behaart und verfügen dazu noch über Öldrüsen. Von Juli bis Oktober ist die Blütezeit und das Kraut bringt dabei weiß bis blassrosa oder lila Blüten hervor, wobei für ein gutes Wachstum ein lockerer, humusreicher Boden benötigt wird.

Der Geschmack, den dieses Gewürz hervorbringt, ist abhängig von der Sonne. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto würziger und aromatischer schmeckt sie. Im Garten sollte man Bohnen und Bohnenkraut zusammen pflanzen, da man auf diese Weise Blattläuse sehr gut von den Bohnen fernhalten kann, denn Blattläuse meiden das Bohnenkraut. Die Pflanze enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe. Möchte man die Blätter dieses Gewürzes trocknen, sollte man diese kurz vor der Blüte ernten. Zum Trocknen werden die Kräuter gebündelt und an den Stängeln aufgehängt. Nach dieser Trockenzeit können die Blätter dann abgestreift werden.

In der Küche findet dieses Gewürz Anwendung bei Bohnen und anderen Hülsenfrüchten aber auch Kartoffelsuppen, Eintöpfen und fettem Fleisch. Während der Blütezeit ist das Aroma der Pflanze am intensivsten. Um zu verhindern, dass der Geschmack des Gewürzes den Eigengeschmack eines Gerichtes übertrumpft, sollte das Bohnenkraut erst ganz kurz vor Ende der Garzeit zugegeben werden. Bei der Ernte sollten die Stängel etwa 10 Zentimeter über dem Erdboden abgeschnitten werden. Damit gibt man der Pflanze die Möglichkeit, gut nachzuwachsen und zu verzweigen.

Das Gewürz wirkt heilend bei Magenverstimmungen und Krämpfen. Verwendet man es in Verbindung mit Hülsenfrüchten, verhindert es zudem Blähungen. Da es auch Gerbstoffe enthält, wirkt es außerdem auch gut gegen Durchfall. Dafür werden zwei Teelöffel Blätter mit etwa einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Gegen Bienen- und Wespenstiche sind frisch zerdrückte Blätter ein bewährtes Hausmittel.