Bärlauch – Gewürz – allgemeine Information

Bärlauch erlebt als Gewürz momentan eine Renaissance

Christa Eder - fotolia.com

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Bärlauch verfügt über eine sehr lange Tradition, denn seine Nutzung in der Küche geht bereits auf die Zeit von vor 5.000 Jahren zurück. Lange Zeit wurde der Bärlauch jedoch so gut wie nicht mehr genutzt, was sich aber in den letzten Jahren geändert hat. Man lernt dieses schmackhafte und knoblauchähnliche Gewürz neu kennen und lieben, so dass sich natürlich auch in der Küche allerlei neuer Möglichkeiten und Kombinationen auftun, die man ausprobieren sollte.

Bärlauch sollte am besten frisch verwendet werden

Da Bärlauch sowohl seine Vitamine, als auch seine unvergleichlichen Geschmacksstoffe verliert, wenn er stark erhitzt wird, sollte man ihm am besten frisch verwenden. Damit eignet er sich besonders gut als Zugabe zum Salatdressing oder zur frischen Würzung von deftigen Speisen. Interessante Speisen sind in diesem Fall Bärlauchsuppe, Bärlauch Pesto und natürlich auch Kräuterquark und Käse mit Bärlauch. Das Gewürz ist dem Knoblauch zwar sehr ähnlich, hat jedoch eine eigene Geschmacksnote, die dem ein oder anderen mitunter ein bisschen zu deftig vorkommen mag. Wer sich bei der Verwendung von Bärlauch also nicht sicher ist, sollte vorher ein bisschen davon probieren und erst dann entscheiden, ob er dieses Gewürz in seine Küche aufnehmen möchte.

Auch als Heilpflanze kann Bärlauch auf eine lange Tradition zurückblicken

Auch wenn die Erkenntnisse über die medizinische Wirkung von Bärlauch nicht wissenschaftlich fundiert sind, so hat er in der Volksmedizin einen festen Platz. Das Kraut soll wie auch Knoblauch und Zwiebel blutreinigend sein und hilft somit bei zu hohem Blutdruck, aber auch bei Verdauungsstörungen. Wer also mit Durchfall oder Blähungen zu kämpfen hat, sollte ruhig einmal die Einnahme von Bärlauch ausprobieren, denn unter Umständen kann man so eine umständliche Behandlung mit antibiotischen Mitteln umgehen.

Bärlauch findet man mittlerweile in vielen Teilen der Erde

Da es kein Problem ist, Bärlauch zu kultivieren, kann man dieses Gewürz mittlerweile in vielen Gärten finden. Die wilde Variante kommt in fast ganz Europa vor, wobei er auch in Nordasien zu finden ist. Dabei bevorzugt er in der Regel Laubwälder, in denen Buchen, Eschen, Ahornbäume oder Eichen zu finden sind. Die Böden sollten kalkreich sein, da dies das Wachstum des Bärlauchs fördert. Wer also selbst keinen Bärlauch im Garten hat, kann diesen eventuell sogar im Wald finden, sollte dabei allerdings vorsichtig sein, ihn nicht mit anderen giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln.